
Schon mit 14 Jahren darf man mit der Segelflugausbildung beginnen und sich theoretisch allein über Schleswig-Holstein erheben.
Man braucht lediglich ein fliegerärztliches
Tauglichkeitszeugnis, ein polizeiliches Führungszeugnis ....und los geht's. Im LSC Condor steht den Clubmitgliedern ein interessanter Flugzeugpark für die Ausbildung zur Verfügung.
Bis zum ersten Alleinflug ist es jedoch ein relativ weiter Weg. Abhängig von Talent und Regelmäßigkeit der Übung benötigt man dafür in der Regel etwa 60 bis 200 Schulstarts im Doppelsitzer. Für die Ausbildung stehen im Verein Fluglehrer zur Verfügung, die in ihrer Freizeit ehrenamtlich dafür sorgen, dass die Flugschüler in die Luft kommen. Ein Großteil unserer Fluglehrer beschäftigen sich jedoch nicht nur in der Freizeit mit der Luftfahrt - viele steuern hauptberuflich größere Flugzeuge für die Lufthansa ® und andere Fluggesellschaften. Von denen kann man die Fliegerei von der Pike auf lernen!
Zu Beginn der Ausbildung macht sich der Flugschüler zunächst mit der Steuerung des Flugzeugs vertraut. Von da an lernt er Schritt für Schritt immer komplexere Manöver, bis er schließlich die anspruchsvollsten Flugphasen, Start und Landung, perfekt beherrscht und der Fluglehrer im hinteren Sitz überflüssig wird. Jetzt ist es Zeit für den ersten Alleinflug, auch A-Prüfung genannt.
Sie ist der erste von drei Schritten auf dem Weg zum Segelflugzeugführerschein, der noch vor dem Führerschein, im Alter von 17 Jahren erworben werden kann. Neben der praktischen Prüfung muss vorher parallel zu den einzelnen Teilschritten jeweils ein kleiner Theorietest abgelegt werden.
Als nächstes schult der Flugschüler auf einsitze Segelflugzeugmuster um, trainiert bestimmte Manöver sehr sauber zu fliegen und die Landung zu präzisieren - also innerhalb eines sehr kleinen Bereiches das Flugzeug aufzusetzen. Außerdem sammelt man erste Erfahrungen im Thermikflug und muss sich mindestens eine halbe Stunde in der Luft halten.
Erfüllt man diese Bedingungen, ist man reif für die sog. B- bzw. C-Prüfung. Damit sind die praktischen Voraussetzungen für die Privatpilotenlizenz für den Segelflug, kurz PPL-C, erfüllt.
Bevor man den „Schein" jedoch erwirbt, muss man noch ein Sprechfunkzeugnis bei der Behörde für Telekommunikation ablegen und einen erste Hilfe Lehrgang besuchen. Daraufhin legt man zunächst die theoretische Prüfung in den Fächern Technik, Meteorologie, Luftrecht, menschliches Leistungsvermögen und Navigation ab. Zur Vorbereitung auf die Prüfungen stehen mittlerweile tolle Pc-Lernprogramme zur Verfügung, die das Lernen erheblich erleichtern. Die zusätzliche Teilnahme an dem interessanten Unterricht bei den Fluglehrern des LSC Condor ist aber trotzdem unerlässlich!
Nach bestandener Prüfung muss man innerhalb eines Jahres eigenständig einen 50 km - Überlandflug planen und durchführen, meist von Grube aus nach Lübeck, Kiel oder Segeberg. Dieser Flug kann auch als 100 Km-Flug mit Fluglehrer dargestellt werden. In unserem Hochleistungs-Doppelsitzer DG 1000 ist die Absolvierung dieses Fluges in der Regel kein großes Problem. Die DG 1000 ist eines der modernsten und leistungsfähigsten Segelflugzeug, die es derzeit am Markt gibt. Sie kann aus 1000m Höhe fast 50 Km weit fliegen, ohne neu Höhe zu tanken!
Zum Abschluss der Ausbildung kommt ein extern Prüfer zu unserem Platz und prüft das Können des Flugschülers bei drei gemeinsamen Flügen noch ein letztes Mal.
Ab sofort hält man den PPL-C (neu GPL) in der Hand. Man darf jetzt eigenverantwortlich fliegen, selbstständig Überlandflüge durchführen und auch Passagiere im Doppelsitzer mitnehmen.
Wer Lust hat kann noch Zusatzberechtigungen erwerben, z.B. die Erlaubnis für Wolkenflug, Kunstflug oder die Benutzung von Motorseglern. Im LSC Condor stehen zwei baugleiche Motorsegler zur Verfügung. Dies sind sehr zuverlässige und leistungsstarke Flugzeuge, die auch für Ausflüge genutzt werden können.
Die Kosten für die Ausbildung variiren je nach Talent und Engagement. Sie verteilen sich auf die Dauer der Ausbildung und müssen nicht auf einen Schlag beglichen werden. Vor allem Jugendliche profitieren im LSC Condor von den günstigen Jugendbeiträgen und können sich so ein charakterbildendes Hobby ermöglichen! Nähere Informationen zu den Kosten lassen wir euch gern persönlich bei einem Besuch auf dem Flugplatz Grube zukommen.

